Querdenkergruppe zum Thema "Vielfalt"

Anfang März 2018 hat eine neue Querdenkergruppe die Arbeit aufgenommen. Vielfalt begegnet uns in allen Lebensformen. Die Querdenkergruppe widmet sich der Vielfalt zwischen Menschen. Vielfalt akzeptieren und leben ist manchmal eine Herausforderung, bietet aber auch Chancen, weil sie Ressourcen zur Verfügung stellt und so das Leben an einer Schule bereichern kann. Unter dem Leitsatz „Vielfalt leben heißt Brücken bauen“ wollen die Querdenker/innen herausfinden, worin die Vielfalt an unserer Schule besteht, inwieweit unser Schulleben von Vielfalt geprägt wird und wie wir positiv damit umgehen können.

Erste allgemeine Überlegungen zum Begriff „Vielfalt“ (= „Diversität“) haben zutage gebracht, dass es einerseits viele Gemeinsamkeiten zwischen Menschen gibt, Komponenten, die unser Menschsein ausmachen, wie z.B.: der Zyklus von geboren werden, leben und sterben; die Entwicklung vom Baby zum Erwachsenen; der Körperbau; Grundbedürfnisse (Nahrungsaufnahme, Fortpflanzung, Wunsch nach Zugehörigkeit, ); grundlegende Werte (z.B. Respekt); bestimmte Verhaltensmuster (z.B. in bedrohlichen Situationen); grundlegende Emotionen (Angst, Wut, Hass, Trauer, Freude, Liebe); Gespür für Ungerechtigkeiten; Wunsch nach respektvoller, menschenwürdiger Behandlung und  humanem Umgang miteinander; Streben nach Freiheit . . . .

Andererseits gehören aber auch Unterschiede ebenso unabdingbar zum Leben dazu. Damit sind nicht in erster Linie die großen Besonderheiten gemeint, die uns – vermeintlich – trennen, sondern die ganz individuellen Facetten, die das Leben jeder einzelnen Person prägen.

Weil es so Vieles gibt, was Vielfalt ausmacht, werden die Querdenker/innen Befragungen in den einzelnen Klassen durchführen. So möchten sie einen Überblick bekommen u.a. darüber, aus welchen Herkunftsländern unsere Schüler und Schülerinnen kommen, welche Sprache/n sie sprechen, zu welcher Religion sie gehören, welche Traditionen, welches persönliche Schicksal, welche Erfahrungen und Lebensstile sie geprägt haben. Gefragt werden wird auch nach Träumen, nach Zukunftsvorstellungen, nach Werten und Maßstäben für das eigene Leben, nach besonderen Begabungen und Fähigkeiten, aber auch nach individuellen Einschränkungen. Aus vielen verschiedenen Antworten soll sich dann am Ende ein ganzes, vielfältiges Bild ergeben.

Ein wichtiger Aspekt für die Arbeit der Querdenker/innen ist auch, welche Werte grundlegend und konstituierend sind für vielfältiges Leben: oberste Leitlinie ist der gegenseitige Respekt, aber auch Toleranz, Akzeptanz und Wertschätzung.

Vielfalt kann Mauern zwischen Menschen aufbauen, Vielfalt kann aber auch bereichernd sein, gerade für das schulische Leben, wo Kinder so viele unterschiedliche Ressourcen mit einbringen können. Um dies zum Ausdruck zu bringen, haben wir das Symbol der Brücke gewählt.

So wie eine Brücke zwei getrennte Seiten miteinander verbindet, Hindernisse überwindet und eine Verbindung herstellt, so ermöglicht eine Grundhaltung der Offenheit und der Toleranz, dass Menschen Brücken bauen über das, was sie trennt, dass sie Wege zueinander finden, sich entgegenkommen, sich vorurteilsfrei aufeinander einlassen, wohlwollend, interessiert und neugierig.

Auf dieser Brücke der persönlichen Begegnungen können Schüler/innen miteinander in Beziehung treten, um voneinander zu erfahren und zu lernen, um sich gegenseitig besser zu verstehen, und im besten Fall, sich gegenseitig zu bereichern. So können die Akzeptanz und das Praktizieren von vielfältigem Leben einerseits selbstverständlich werden und andererseits jedem einzelnen Kind an unserer Schule das Gefühl und die Sicherheit geben: Unabhängig von Unterschieden jedweder Art gehöre ICH dazu als gleichwertiger, integraler und konstituierender Teil eines Ganzen, nämlich des schulischen Lebens an der Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule.

Schüler erforschen Wikinger

Querdenker präsentieren ihre Ergebnisse

 

Das Querdenker-Projekt „Wikinger“ erstreckte sich 9 Wochen lang über Termine mit jeweils 3 Doppelstunden. Am letzten Tag fand eine 45-minütige Präsentation der Ergebnisse statt, bei der die Familien der Kinder die herausragende Arbeit bestaunten. Gekonnt präsentierten Kinder aus den Klassen 3 bis 6  die Ergebnisse ihrer Arbeit, die auf hohem Niveau erfolgreich durchgeführt worden war.

Gerade die Gemeinschaftsschule hat den Anspruch, alle Schülerinnen und Schüler gemäß ihrer Begabung und ihres Leistungspotentials zu fördern – selbstverständlich auch die besonders leistungsstarken. Das Wikinger-Projekt schuf für die Zusammenarbeit von Grundschülern und Gemeinschaftsschülern den Rahmen und versetzte die Kinder in die Lage, hohe Leistungen zu erzielen.

Dazu erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in zunächst sechs Gruppen verschiedene Aspekte des Themas  „Wikinger“ auf unterschiedliche Art und Weise. Zurückhaltend angeleitet durch sehr wenige Arbeitsaufträge lernten sie aus Büchern, dem Internet und einem Film Informationen zu entnehmen und diese zu einer Präsentation zusammenzufassen. Dadurch bekamen die Schüler ein Grundverständnis zur Informationsbeschaffung und –verarbeitung. Gleichzeitig verschafften sie sich einen Überblick über die komplexe Thematik, sodass sie für ihre folgenden Ausarbeitungen in neu gebildeten Gruppen selbst Themen wählen bzw. kreieren konnten.

Ziel war es ein oder mehrere Lapbooks zu gestalten. Diese Aufgabe wurde von den Schülerinnen und Schülern sehr selbständig ausgeführt, sodass die Lehrpersonen jetzt tatsächlich nur noch als Lernbegleiter fungierten. Hierbei arbeiteten die Kinder mit keinerlei Einschränkungen, was die Gestaltung ihrer Labooks angeht, sodass eine Vielzahl verschiedener Ideen umgesetzt wurde. Außerdem entwickelten mehrere Gruppen ein Quiz, das die Eltern und Lehrer am Tag der Präsentation ausfüllen konnten.

Ein gelungenes Projekt zur Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler.

Für weitere Informationen der Begabtenförderung an der Graf-Ludwig-Gemeinschaftsschule stehen Thorsten Gand und Michael Höhn zur Verfügung.

 

Die Querdenker zu Besuch an der HTW

Auf Einladung von Herrn Prof. Dr.-Ing. Martin Löffler-Mang aus dem Arbeitsbereich Mechatronik und Sensortechnik besuchte die elfköpfige Querdenkergruppe, die seit September jeden Freitagvormittag die Geheimnisse des Weltalls erkundet, mit ihren Betreuern Sven Prokaska und Stefan Grimm am 14.12.16 die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW).

Mang bietet seinen Studentinnen und Studenten regelmäßig eine Vorlesung zur „Einführung in die Astronomie an“ und ließ es sich nicht nehmen, nach kurzen Informationen zu Aufbau und Studienmöglichkeiten an der HTW auch unseren Schülerinnen und Schülern im Stile einer Hochschulvorlesung über Beobachtungsmöglichkeiten des Nachthimmels zu berichten.

Nicht nur die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 bis 10, sondern auch die beiden Lehrkräfte waren beeindruckt, wie der Professor sein enormes Wissen und seine große -auch private- Begeisterung für die Astronomie in leicht verständliche Worte packen konnte und uns auf diesem Wege immer klarer wurde, dass Leidenschaft für die Astronomie nicht zwangsläufig an hochpreisige Ausrüstung gekoppelt sein muss, sondern oft schon mit einfachen Mitteln (z. B. mit einem Feldstecher) gelingen kann. Im Anschluss erklärte sich der Experte zu einem Interview bereit, im Rahmen dessen unsere Schüler ihre verbliebenen Fragen rund um das Weltall stellen konnten und die Antworten sogar per Audioaufnahme mitschneiden durften.

So wurde schnell klar, dass der eigentlich 90-minütig angesetzte Zeitrahmen gesprengt werden würde, da die Schüler zum einen immer weitergehende Fragen stellen, Mang sich aber auch die Zeit nahm, die teils äußerst komplexen Fragestellungen hinreichend verständlich zu beantworten und dabei auch seine eigene Meinung zum aktuellen Forschungsstand einbrachte.

Darüber hinaus wurden uns Einblicke in den großen Hörsaal der HTW Goebenstraße samt laufender Vorlesung sowie in das Forschungslabor des Professors und seines Arbeitskreises ermöglicht.

Mit diesen tollen Eindrücken kehrten wir schließlich zurück nach Ludweiler und freuen uns, unsere Arbeitsergebnisse und Erkenntnisse am Tag der offenen Tür (06.01.17) präsentieren zu können.